Zum 5. Hochzeitstag auf dem Holzweg

Letzte Woche haben wir unseren fünften Hochzeitstag gefeiert!
Kaum zu fassen, dass wir schon fünf Jahre verheiratet sind. Obwohl es sicherlich manches Mal wirkt, als wären wir schon 30 Jahre verheiratet :-)

Unser fünfter Hochzeitstag war auch deshalb etwas Besonderes, weil ich das erste Mal nicht unterwegs und somit zu Hause war. Die letzten Jahre war ich oft auf Dienstreise oder anders unterwegs.
Thomas hatte irgendwann mal dazu gesagt, dass wir ja jeden Tag Hochzeitstag feiern könnten und es deshalb nicht soo wichtig wäre, dass ich an diesem Tag zu Hause wäre.

Aber dieses Jahr wollte ich zu Hause sein und da wir bisher auch noch nicht in Flitterwochen waren (zur Hochzeit gab’s damals einen gebrochenen Mittelfuß), wollte ich etwas Besonderes mit ihm unternehmen. Rechtzeitig habe ich ihn also vorgewarnt, dass er nichts planen dürfte.

Und dann lief mir zeitgleich im Fernsehen und in der Zeitschrift „Einfach Hausgemacht“ DIE Idee über den Weg: ein Workshop bei dem Tischler Karsten Schillings.
Thomas kocht sehr gerne (und auch seht gut) und daher war der Schneidebretter-Workshop einfach ideal. Nach einem kurzen Durchstöbern der Internetseite von Herrn Schillings habe ich ihn dann angerufen und uns gemeinsam für einen Workshop bei ihm angemeldet.

Letzten Freitag sind wir dann mittags nach Münster aufgebrochen. Der Workshop war zwar erst am Samstag, aber wir wollten noch ein wenig durch das uns unbekannte Münster streifen.
Nach einem sehr netten Abend sind wir dann müde in die Hotel-Betten gefallen, um dann am nächsten Morgen mit großer Vorfreude vor der Werkstatt von Herrn Schillings zu stehen.

Nach einer netten Begrüßung durch Herrn Schillings und seinem Mitarbeiter Ferdi mit Kaffee und Tee und einer kurzen Vorstellungsrunde ging es dann los. Gemeinsam mit fünf anderen Workshopteilnehmerinnen nahmen wir uns jeder ein paar Sicherheitsschuhe aus dem Schrank und hörten uns die Ausführungen zu unserem ersten Brett an. Es sollte ein Hirnholzbrett werden und jeder durfte sich aus den verschiedenen Holzarten seinen Brettrohling zusammen stellen. Nun ging es an das Verleimen.

Nach den Leimarbeiten gab es ein Frühstück mit leckeren süßen und normalen Brötchen und Marmelade. Getränke gab es den ganzen Tag: Kaffee, Tee, Wasser, Saft, Limonade… für jeden Geschmack war etwas dabei.

Nach der Stärkung ging es an den Bandschleifer.
Mein Brettrohling hatte sich leider etwas verzogen und so musste es noch Bekanntschaft mit der Fräse machen. Ferdi hat netterweise dafür gesorgt, dass mein Brett nicht mehr kippelte.
Und dann durfte auch ich an den Bandschleifer: ein paar Durchgänge für die Oberseite, ein paar Durchgänge für die Unterseite.

Jetzt kam der spannende Teil des Tages: die große Kreissäge.

Ausführlich erklärten und zeigten uns Herr Schillings und Ferdi die Benutzung der Kreissäge, bevor wir dann alle selbst unseren Rohling aufschneiden durften.

Thomas an der Kreissäge.

Auch ich habe mein Brett aufgesägt.
Sehr kleidsam, der blaue Gehörschutz, oder? :-)

Dann ging es wieder ans Verleimen. Ich sag’s euch: diese Schraubzwingen haben mich fertig gemacht. Nachdem ich sie nicht mehrweiter anziehen konnte, gingen bei Thomas noch mehrere Umdrehungen. Ich hatte wohl zu schlecht gefrühstückt ;-)

Danach gab es eine große Mittagspause mit leckerem, frischen Brot, Käse und Schinken und dazu die beste Kürbissuppe, die ich bisher gegessen habe: mit Zimtcroutons! Himmlisch!

Kürbissuppe mit Zimtcroutons und Kürbiskernöl. Darin hätte ich baden können!

Gut gestärkt ging es dann an den zweiten Teil des Tages: Schleifen, schleifen, schleifen! :-)
Natürlich musste zuvor der überschüssige Leim entfernt werden, bevor es dann für ein paar Durchgänge wieder an den großen Bandschleifer und danach an die Exzenterschleifer ging.

Auch zum Schleifen gab es ausführliche Erklärungen und wertvolle Tipps.

Nach einigen vielen Schleifvorgängen, wobei hier das Schleifpapier immer feiner wurde, war es dann soweit: die Bretter wurden geölt.

Dabei kommen die Farben der verschiedenen Hölzer erst so richtig zur Geltung.
Thomas hat – für mich – das schönste Brett an diesem Tage gemacht.
Er hat sich für Nussbaum-, Robinien-, Eichen-, Kirsch- und Buchenholz entschieden und das Ergebnis ist so toll!

Mit unseren wundervollen Schneidebrettern haben wir dann den Heimweg angetreten.
Es war ein fantastischer Workshop-Tag mit unheimlich netten Leuten und einem tollen Workshopleiter!

Am Sonntagmorgen haben wir dann beim Frühstück gleich die neuen Bretter eingeweiht:

Und abends haben wir dann beim Kochen gleich die tollen Hirnholzbretter genutzt:

Alles in allem war es ein fantastischer Tag mit einem wundervollen Ergebnis!
Ich kann nur sagen: Daumen hoch! Und wenn ihr mal bei Herrn Schillings einen Workshop besuchen solltet, dann grüßt ihn lieb von uns!

3 Kommentare

  1. Kerstin sagte:

    Oh Mimi, das ist ja echt ein süßes Geschenk zum Hochzeitstag
    und die Bretter sind toll geworden.
    Muss ich mir merken, wir haben nächstes Jahr 15. Hochzeitstag, das wäre
    ja auch was für meinen Mann.

    Liebe Grüsse
    Kerstin

    28. Oktober 2014
    Antworten
  2. Katja sagte:

    Oh ja, von diesem Workshop hatte ich auch gelesen. Eine tolle Idee, das zum Hochzeitstag zu verschenken. Darüber würde ich mich auch freuen!

    28. Oktober 2014
    Antworten

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