„Saniert sie noch oder lebt sie schon?“ – Heute: Grundriss

Bevor wir das Haus kauften, haben wir ein Aufmaß machen lassen. Pläne gab es keine von unserem Haus, da es einfach zu alt ist. Daher habe ich beim Kreis einen Auszug aus dem Liegenschaftskataster beantragt, auf dessen Grundlage ein befreundeter Architekt das Aufmaß erstellt hat.

Hier seht ihr einen Auszug aus dem Grundriss des Erdgeschosses.

Was man hier nicht sieht: Hinter dem Innenhof geht das Grundstück noch weiter. Wir haben eine Menge Garten und aktuell kultivieren wir Brennnesseln im großen Stil :-)
Zurück zum Grundriss.
Da, wo ihr das schwarze Dreieck seht, ist die Haustür. Man kam direkt in den Flur und konnte nach links in das Wohnzimmer gelangen. Auf der rechten Seite des Flurs lag das Esszimmer, von dem man in die Küche durchgehen konnte. Hinter der Küche lag ein Hauswirtschaftsraum, der in den alten Stallungen lag. Die Treppe an der Küche führte in den ersten Stock, von dem ich irgendwie leider keinen Grundriss vom Beginn finden kann. (Notiz an mich selbst: danach suchen!)
Hinter der Waschküche liegt ein alter Kuhstall. Den Innenhof konnte man nur die Tür zwischen Wohnzimmer auf der linken und der Treppe auf der rechten Seite betreten.

Uns gefiel die Aufteilung nicht wirklich, wussten aber nicht genau, wie wir was verändern sollten. Schnell war aber klar, dass wir uns größere Räume wünschten und wir kein Esszimmer benötigten, da wir lieber eine Wohnküche haben wollten. Daher sollte die alte Waschküche an das Haus angeschlossen werden. Dann war uns aber die Treppe irgendwie im Weg und wir begannen hin- und her zu überlegen. Schließlich haben wir Rat bei unserem befreundeten Architekten gesucht. Leider hatte er zu diesem Zeitpunkt keine Zeit, um uns zu beraten und zu unterstützen und so „empfahl“ er zwei Kollegen, die im Team arbeiteten.
Mit ihnen haben wir dann unsere Änderungswünsche bzgl. des Grundrisses diskutiert und erwarteten mit Spannung ihre Vorschläge.

Ich erinnere mich noch genau an das Treffen, wo die beiden ihre Entwürfe mitbrachten. Thomas kam an diesem Tag ein wenig später und ich schaute mir die drei Varianten, die sie ausgearbeitet hatten, an. Die erste Variante war es! Ich war mir sicher, dass es auch Thomas gefallen würde und so habe ich mir – bis heute – die anderen beiden Vorschläge nie angesehen, obwohl ich die Pläne immer noch habe. Als dann Thomas kam war klar, das wird es.

Im Erdgeschoss hatte sich das unterteilte Wohnzimmer in einen Raum gewandelt, der eine große Flügeltür in den Innenhof erhalten sollte.
Das Esszimmer sollte unserem Hauswirtschaftsraum und der Gästetoilette weichen. Dort wo einmal die Küche war, sollte nun das Treppenhaus entstehen. Dadurch dass die Treppe versetzt wird, entstand ein großzügiger Durchgang zur neuen Küche, die sich im angrenzenden Stall befinden soll.

Letztlich haben wir bei der Strukturierung des alten Esszimmers noch einige Möglichkeiten durchgespielt. Hier sind mal drei Varianten, wobei das längst nicht alle waren.

Die letzte Variante haben wir schließlich in die Tat umgesetzt. Die Garderobennische auf der linken Seite bot sich an, da bei den Arbeiten die Wand zwischen Flur und Wohnzimmer komplett einstürzte und wir so die Wand neu aufbauen mussten.

Genug vom Erdgeschoss, nun geht’s die Treppe rauf.
Ursprünglich waren im OG drei Zimmer: zwei Schlafzimmer und das alte Badezimmer. Nun sind es zwei, was daran liegt, dass wir die Decke des Wohnzimmers entfernt haben. (Im Plan ist das hellgrau dargestellt.) Über eine Brücke geht man dann vom Flur im OG über das Wohnzimmer in das Arbeitszimmer, das über der Tordurchfahrt liegt.
Der Raum, der über der neuen Küche liegt, wird das Schlafzimmer. Es hat nur Fenster zum Innenhof und ich freu mich jetzt schon darüber, dass dort kein Mensch hineinsehen kann.
Die Räume hinter dem Schlafzimmer werden wir erst mal nicht nutzen, schließlich braucht man ja noch ein wenig Ausbaureserve, nech? :-)

Das neue Badezimmer liegt nun zur Straße und hat zwei Fenster. Da die Front des Hauses nach Osten zeigt, scheint hier morgens die Sonne rein.
Schließlich geht es vom OG noch auf den Dachboden, den wir auch erst mal nicht ausbauen werden. Hier kommen zukünftig die Kartons hin, die ich in unserer Wohnung im Keller lagere.

Um diesen Umriss umzusetzen, haben wir einige Wände eingerissen, neue aufgebaut, Türdurchbrüche gemacht usw. Durch diese Aufteilung wirkt unser Haus nun großzügig und nur im Ansatz kann man noch erahnen, dass es damals kleine, teilweise auch recht dunkle Räume waren.

Das soll es zum Grundriss gewesen sein. Wenn ihr Fragen habt, dann immer her damit! :-)



2 Kommentare

  1. Maria V. sagte:

    Super-interessant die Grundrisse im Vorher-Nachher-Vergleich zu sehen. Vielen Dank für’s Zeigen ♥
    Die Idee mit der Brücke finde ich total spannend!
    LG Maria

    1. April 2014
    Antworten
  2. Echt schöne Übersicht. Ich interessiere mich total für Innenarchitektur und Architektur, die Grundrisse sind total cool. In unserem Treppenhaus musste die komplette Treppe saniert werden. Ich habe die Treppe bei Holzstufen 24 sanieren lassen, ich hab mich da nicht selbst dran getraut. Ich hab noch mehr Treppen im Haus, ich muss mal schauen ob sich das Verhältnis Arbeit/Zeit für mich rentiert. Vielleicht fange ich auch mal so einen Blog an und berichte über unseren Hausbau.. Sehr schön bei Dir auf jeden Fall! Weiter so :-)

    19. August 2014
    Antworten

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