„Saniert sie noch oder lebt sie schon?“

 
„Saniert sie noch oder lebt sie schon?“ Das ist eine berechtigte Frage.
Die Antwort ist einfach: sie saniert noch. Seit mittlerweile dreieinhalb Jahren.
Aber: wie kam es dazu? Und was ist das eigentlich für ein Haus, das saniert werden muss?

Heute möchte ich meine Blogserie starten, die sich um unsere Kernsanierung drehen soll. Es gibt vieles zu erzählen und viel zu sehen. Jeden zweiten Sonntag soll sich hier alles um unser Haus und die zugehörigen Sanerungsgeschichten drehen.

Zunächst möchte ich euch erzählen, wie alles begann.
Weihnachten 2009 saßen Thomas und ich zusammen und überlegten, was wir so vom Leben erwarteten und was wir gerne erreichen möchten. Unsere Hochzeit lag seit zwei Monaten hinter uns und nun wollten wir den nächsten Schritt wagen: ein gemeinsames zu Hause suchen.

Recht schnell war klar, dass wir kein neues Haus bauen würden. Ich muss gestehen: ich war die treibende Kraft hinter dieser Entscheidung, da ich neugebauten Häusern nicht so viel abgewinnen kann. Mein Traum war ein älteres Haus, am liebsten ein alter Bauernhof.
Warum? Ganz bestimmt nicht um Landwirtin zu werden.
Also: warum ein altes Haus? Ich habe eine Schwäche für Altes und Geschichte. Schon als Kind habe ich Geschichtsbücher zum Einschlafen gelesen und fand das absolut spannend!
Burgen, Schlösser und andere alte Gebäude reizen mich. Wenn diese Geschichten erzählen könnten, wäre ich eine geduldige Zuhörerin.

Wir begaben uns auf die Suche. Freunde von uns machten uns jedoch klar, dass man ein Haus „nicht mal so eben“ findet. Sie selbst suchten zu diesem Zeitpunkt bereits seit zwei Jahren und hatten nichts Passendes entdeckt. Wir aber waren voller Elan und begannen, jede Immobilienanzeige, ob analog oder digital, nach „unserem Haus“ zu durchsuchen. Im März fand sich dann eine interessante Anzeige. Thomas entdeckte sie beim Frühstück in unserer Sonntagszeitung und fand im Internet einige Fotos dazu. „Schau mal, das reizt dich doch bestimmt!“, rief er. Und er hatte recht. Aber auch ihn hatte es gepackt und vereinbarte eine Besichtigung für den nächsten Samstag.
Unsere erste Besichtigung, wie aufregend!

Am vereinbarten Samstag trafen wir uns mit den Verkäufern. Es waren die Nachbarn, die sich sehr glücklich schätzten, ihre zukünftigen Nachbarn selbst aussuchen zu können.
Wir waren uns gleich sympatisch und nach einer Stunde Hausbesichtigung saßen wir noch zwei Stunden zusammen, tranken Kaffee und unterhielten uns.

Um es gleich vorwegzunehmen: ich war verliebt!
Verliebt in das Haus und in seine Möglichkeiten. Ich weiß noch, dass ich beim Anblick der Haustür Thomas am Arm packte und meinte: „Hast du die tolle, alte Tür gesehen?“

Nach soviel Text möchte ich euch einige Fotos zeigen, die ich bei der Besichtigung aufgenommen habe.

Blick auf die Front
Dass die alte Tür es mir angetan hatte, habe ich ja schon erwähnt.
Überrascht war ich dann von den Zahlen am Haus: 1837. Krass, das ist alt.

In der Durchfahrt
Auf dem Bild oben lässt sich am linken Rand das Tor zur Durchfahrt noch sehen.
Hier schauen wir auf die Straße. Und auch auf die erste Wand, die nicht gemauert ist. Seht ihr rechts die Fachwerkwand? Mein Herz tat da jedenfalls einen Hüpfer! Verrückt, ich weiß :-)

Im Innenhof
Ja, das Haus hat einen Innenhof. Der sah nicht wirklich einladend aus, bot aber soviel Platz, dass unsere aktuelle Wohnung hinein passt. Vor dem geistigen Auge riss ich die Verschläge schon ein, plante eine Bepflanzung der Mauer,…
Das tolle am Innenhof: kein Mensch kann dort hineinsehen!

Im Garten
Das Haus besitzt auch einen Garten, einen recht großen Garten. Auch hier war ich schon dabei, mir die Bepflanzung vorzustellen und wir schön es wohl sein würde, wenn man hier Platz für das ein oder andere Pferdchen hätte. :-)

Und zum Schluss noch zwei kleine Einblicke ins Haus. Zuerst die Küche. Die war wirklich altbackend und überhaupt nicht meins. Aber auch hier war ich schon dabei, die alten Schränke zu entsorgen und den Raum zu entkernen.

Das ist das Wohnzimmer. Was mich am meisten begeisterte war die Decke. Man nennt solche Decken „Kölner Decke“. Die Balken sind mit Lehm verputzt und hier dunkelbraun gestrichen.

Zu Hause ging uns das Haus nicht aus dem Kopf. Sollten wir wirklich bei der ersten Besichtigung „unser Haus“ gefunden haben? Konnte das sein? Das war doch nicht normal! Oder?

Letztlich haben wir uns nur noch ein weiteres Haus angesehen, zwei weitere von außen. Aber wir hatten doch tatsächlich mit der ersten Besichtigung den Volltreffer gelandet.
Im Juli 2010 war es dann offiziell: wir besitzen ein Haus. Und eine Menge Arbeit!
Von den ersten Arbeiten erzähle ich euch dann in zwei Wochen.

P.S.: Ich hatte mal eine Galerie zum Haus eingerichtet, leider ist die im Nirvana verschwunden. Bis zum nächsten Mal werde ich sie aber wiederbeleben und dann könnt ihr euch virtuell durch unser Haus klicken.

6 Kommentare

  1. Silke sagte:

    Das ist wirklich spannend und ich freue mich auf die Geschichte, wie Ihr das Haus zu Eurem macht :) Ich liebe alte Häuser auch sehr, aber der Sanierungsaufwand … Oje. Naja, letztendlich haben wir jetzt einen ganzen ehemaligen Gutshof voller alter Gebäude und wohnen selbst in einem fast 100 Jahre altem…

    2. Februar 2014
    Antworten
  2. scrapperia sagte:

    Das finde ich ja prima, dass du jetzt mal die ganze Geschichte von Anfang an und komplett erzählst! Das interessiert mich wirklich sehr. Bin schon gespannt, wie es damals weiterging! :)

    2. Februar 2014
    Antworten
  3. steffka sagte:

    ich denke mir jedes Mal „Oh mein Gott ob ich das so durchziehen würde?“
    Obwohl es mich ja reizen würde…. ich bewunder euch dafür – für den Mut und die Ausdauer… Drei Jahre sind ja nun echt kein Pappenstiel

    Ich freu mich auf mehr von der Geschichte

    3. Februar 2014
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  4. Anonymous sagte:

    Coole Idee!
    So muss ich dich beim nächsten SBT nicht wieder nach dem aktuellen Stsnd fragen!
    Wobei ob du bis dahin beim aktuellen Stand bist?!?
    Ich lese dann mal fleißig mit!
    Gruß Tine

    3. Februar 2014
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  5. Petra sagte:

    Ich ziehe wirklich meinen Hut vor euch. Bei unserem DT-Treffen hast du uns ja so einiges von eurem „Abenteuer“ erzählt, und man konnt dir trotz allem Stress und Rückschlägen abspüren, dass dein Herz für dieses Haus schlägt. Und das finde ich so klasse! Ich freue mich auf die nächsten Fotos und finde es klasse, dass du uns teilhaben lässt an eurem „Abenteuer“ :) ♥♥♥

    3. Februar 2014
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  6. Maria V. sagte:

    Boah, Wahnsinn! Ich habe Deinen Bericht gerade sehr interessiert gelesen und freue mich auf die Fortsetzung!

    7. Februar 2014
    Antworten

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